Vom 27. Mai bis zum 31.Mai fuhren vier Schüler des Physik-Leistungskurses der elften Klasse nach München zum Deutschen Museum. Das Deutsche Museum ist ein Museum der Naturwissenschaften und der Technik. Wir wurden im Kerchensteiner Kolleg, welches einen direkten Zugang zu dem Museum besitzt, untergebracht. Innerhalb der Stipendiatenfahrt hatten wir viele verschiedene Führungen und Vorstellungen im MINT-Bereich, meist zwei am Tag. Diese waren abwechslungsreich und keine Pflicht, wenn einem ein Programmpunkt gar nicht interessiert hat, so musste man an diesem auch nicht teilnehmen. Trotz dessen haben wir fast alles ausprobiert und haben es nicht bereut.

Die Tage während des Stipendiums begannen stets um acht Uhr morgens, da wir uns dann, in der Mensa des Museums, zum gemeinsamen kostenfreien Frühstück versammelten. Nach dem Frühstück wurden im Seminarraum die anstehenden Ereignisse des Tages oder Organisatorisches besprochen. Zwischen den Programmpunkten hatten wir viel Freizeit, in welcher man in die Stadt gehen, in der Mensa des Museums vergünstigt Mittag essen oder einfach im Kolleg entspannen konnte. Oft trafen sich auch Stipendiaten im Seminarraum, vor allem abends, um gemeinsam Spiele zu spielen, einfach zu reden oder wir erkundeten gemeinsam das Museum. Bis 23 Uhr durften wir uns außerdem außerhalb des Museums befinden und München erkunden. So lernten einige von uns neue Menschen aus ganz Deutschland kennen.

Die größten Highlights des Museums waren für uns das VR-Labor und das sogenannte „Mikroskopische Theater". Das VR-Labor war sehr interessant und spaßig zugleich. Die meisten von uns hatten noch nie zuvor Erfahrungen im Umgang mit einer virtuellen Realität gesammelt, umso spannender war es plötzlich auf dem Mond zu spazieren. Der Fortschritt dieser Technologie ist faszinierend. Natürlich ist die Grafik noch ausbaufähig, aber dass wir mittlerweile Realitäten überhaupt so genau nachbilden können ist ein großer und beeindruckender Fortschritt.

Das „Mikroskopische Theater" war eine unserer ersten Vorführungen. Im Zentrum der Präsentation stand ein Rasterelektronenmikroskop, welches mit Hilfe eines Elektronenstrahles winzig kleine Objekte stark vergrößert darstellen kann. Die Bilder waren überraschend detailreich. Im Fokus des Programmpunktes lag die Welt der mikroskopisch kleinen Lebewesen und dessen Vielfältigkeit. So lernten wir, was für besondere Fähigkeiten diese Lebewesen haben können. Der Vortrag war durchgehend mitreißend, vor allem da der Guide so eine Faszination und Begeisterung ausstrahlte.

Natürlich gab es noch viele weitere schöne Erlebnisse wie den Flugsimulator oder auch einen Besuch im museumseigenen Planetarium.

Nun wo die Fahrt vorbei ist, arbeiten wir an wissenschaftlichen Arbeiten zu museumsbezogenen Themen im MINT-Bereich. Diese schicken wir anschließend zum Deutschen Museum, dafür haben wir vier Wochen Zeit. Sehr gute Arbeiten werden sogar mit Preisen belohnt.

Alles in allem können wir das MNU-Stipendium nur weiterempfehlen. Man lernt viel und hat eine schöne Zeit mit vielen neuen Menschen. Die Zeit in München werden wir wohl so schnell nicht mehr vergessen.

Anna Auert und Johann Hübner

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