Am Montag (19.08.) war die Aula festlich hergerichtet: die Tische weiß eingedeckt, mit Blumen geschmückt und mit Schmalzstullen bestückt. Der Chor und das Orchester waren angetreten - erwarteten ihn nach 200 Jahren, Herrn Fontane. Pünktlich um 19.00 Uhr betrat er die Bühne, hervorragend gespielt von Johann Malte Hübner. So hätte ich mir (oder man sich) Fontane vorgestellt. Über 100 Gäste wurden von fast 50 Mitwirkenden unterhalten. Der Chor der Musikschule, die Theater-AG und das Orchester des Gymnasiums waren auf den Ansturm gut vorbereitet. Der Förderverein der Musikschule sorgte für die Getränke.

Das Dreigestirn Wasternack, Birke und Hoffmann inszenierte einen interessanten Abend mit Gedichten, Liedern und Texten aus den Werken Fontanes oder in Anknüpfung an den Dichter. Der Apfel oder Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland wurden einfühlsam vor passender Kulisse vorgetragen. Eine Kahnfahrt durch den Spreewald durfte nicht fehlen, mit von der Partie, Effi Briest, ebenso toll gespielt von Johanna Burisch, sowie Frau Kommerzienrätin Jenny Treibel, hervorragend dargestellt von Josyane Blumenberg. Am Klavier überzeugte, wie schon so oft, Hieu Nguyen. Er sorgte, neben Chor und Orchester, für die musikalische Begleitung der in Erinnerung schwelgenden kleinen Gesellschaft.

Zwischenzeitlich wurde das Publikum mit Quark und Leinöl sowie mit Apfelkuchen verwöhnt.

Oft konnte man schmunzeln, viele Szenen wurden mit Applaus bedacht. Kurzweilig und abwechslungsreich - nach fast 90 Minuten wurde Fontane verabschiedet. Leider gab es nur diese eine Vorstellung, die sehr gelungen war.

Aber auch ohne den Dichter und seine Frauen blieb ein Teil des Publikums noch bis nach 22.00 Uhr bei einem Glas Wein und netten Gesprächen. Toll gemacht!

  

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