Auch im Dezember 2018 ging es für uns nach Auschwitz und Krakau. Am Samstag, den 15.12.18 begann unsere Fahrt am Bahnhof in Lübben. In zwei Bussen fuhren fast der gesamte Jahrgang, ehemalige Schülerinnen und Schüler, eine ehemalige Lehrerin und ihr Lebenspartner sowie die Lehrkräfte Frau Kraft, Frau Wasternack, Herr Schmidt und die Referendarin Frau Besser mit. Während der Fahrt stimmten wir uns mit dem Film „Schindlers Liste“ auf das Programm in Auschwitz ein. Nach der etwa siebenstündigen Fahrt trafen wir am Abend in unserer Unterkunft ein. Dort stärkten wir uns mit einem Abendessen, das wir mit Freuden zu uns nahmen. Auch Vegetarier und Veganer kamen nicht zu kurz. Nach dem Essen schauten wir einen Film über die Befreiung des Lagers in unserer Unterkunft.

Am Sonntag gingen wir direkt nach dem Frühstück zu einer Besichtigung in das Arbeitslager in Auschwitz. Mehrere Guides führten uns in Gruppen durch das Lager und erzählten uns alles darüber. Die Eindrücke waren überwältigend. An der Todeswand legten wir Blumen nieder und verharrten einen Moment in schweigenden Minuten. Am Nachmittag schauten wir uns noch die Ausstellungen im Lager an. Als es Abend wurde, fuhren uns unsere Busfahrer in die Stadt Auschwitz, in der wir den Weihnachtsmarkt besuchen konnten. Dies stellte einen schönen Ausklang des doch sehr aufreibenden Tages für uns dar. Zurück in der Unterkunft gab es ein Abendessen. Danach schauten wir den Film „Grauzone“.

Am Montag besichtigten wir das Vernichtungslager Auschwitz/Birkenau. Auch hier erhielten wir eine ausgezeichnete Führung. Beginnend am bekannten Tor mit den hineinführenden Schienen besichtigten wir zuerst die Arbeitsbaracken und die Wohnbaracken sowie weitere Stationen auf dem Gelände, endend mit der sogenannten „Sauna“. Am Denkmal zündeten wir Kerzen an. Erneut voller Eindrücke und Erkenntnisse wurden wir im Anschluss nach Krakau gefahren. Unser erstes Ziel war das Jüdische Museum. Wir hatten die große Ehre den Zeitzeugen Karol Tendera treffen zu dürfen. Wovon er berichtete, bewegte uns tief. Einige von uns hatten Tränen in den Augen oder ließen den Tränen freien Lauf. Viele weitere Stunden hätten wir Herrn Tendera zuhören können, doch waren die zwei Stunden leider viel zu schnell vorbei. Als die Zeit um war, schüttelten wir dem Zeitzeugen gerührt, ergriffen und bewegt die Hand zum Abschied und bedankten uns eingehend.

Am Dienstag besichtigten wir im Rahmen einer Stadtführung das jüdische Viertel Kazimierz in Krakau, besichtigten eine Synagoge und gingen in die Burg Wawel. Nach einer Mittagspause auf dem Weihnachtsmarkt schauten wir uns das Collegium Maius, das älteste Gebäude der Jagellonischen Universität Krakau, an. Hier konnten wir das berühmte Glockenspiel sehen und, wer wollte, auch filmen. Die Stadtführung endete an der Marienkirche, an der wir genau auf den Turm achteten, denn um 16:05 Uhr ertönte aus der Türmerstube im Nordturm das bekannte Krakauer Trompetensignal Hejnał. So nennen die Polen das Signal des Triumphes.

Mittwoch, der letzte Tag in Krakau, wurde vormittags für den Besuch des Museums unter den Tuchhallen auf dem Marktplatz genutzt. Dieses unterirdische Museum präsentierte uns das Alltagsleben der Krakauer vom 13.-18. Jahrhundert. Am Nachmittag fuhren wir nach Wieliczka in das ehemalige Salzbergwerk, wo wir rund 100 m unter der Erde die historische Entwicklung des Salzbergbaus kennenlernten. Wir durften sogar leckend an den Wänden das Salz kosten, den sogenannten Salzblumenkohl bewundern sowie ein wunderschönes Abschlussfoto in der Hochzeitskapelle von uns machen lassen. Dies stellte einen krönenden Abschluss einer bewegenden, eindrucksvollen, interessanten, emotionalen und unglaublich lehrreichen Jahrgangsfahrt dar, von der wir am Donnerstag Nachmittag erschöpft wieder in Lübben zurückkamen und welche uns allen in prägender Erinnerung bleiben wird.

Unser Dank geht an das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, dem Begleitausschuss des Landkreises und dem Ordnungsamt des Landkreises.

 

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